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Am 25. April 1919 wurde die Kunstgesellschaft Davos auf Initiative einer vorbereitenden Kommission unter der Führung von Herrn Dr. Erhard Branger (damals Statthalter von Davos) von 22 anwesenden Kunstfreunden und Künstlern im Hotel Central gegründet. Aus deren vorläufiger Zielsetzung erklärt sich auch der Name, der sich bis heute gehalten hat: zunächst setzte man den Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft allein auf die Pflege der bildenden Künste. Nach Unstimmigkeiten im Vorstand und der Abtrennung der Künstler in der Gruppe verschrieb sich die Gesellschaft fortan auch der Dichtung und der Musik. Und so ist es bis heute geblieben.

Woher aber kam dieser Drang, diese Entwicklung, Kunst und Kultur in das 1919 noch weitgehend unbekannte und abgelegene Bergdorf zu bringen?

Ursprünglich verdankt Davos seine Bedeutung seinem Heilklima, das seit rund 150 Jahren bekannt ist. Bereits 1860 öffnete die erste Davoser Fremdenpension, die Kurgäste beherbergte. Der zugewanderte deutsche Arzt Alexander Spengler schuf eine Liegekur für Lungen-Kranke, die vor allem viel Schlaf auf den Davoser Sonnenterrassen und Veltlinerwein beinhaltete. Diese Methode machte Davos weltberühmt und wurde im 1924 erschienenen Roman "Der Zauberberg" von Thomas Mann auch literarisch unsterblich gemacht. Neben Mann reisten zahlreiche weitere Schriftsteller, Künstler und Philosophen nach Davos. Diese brachten ihre eigene Kultur mit und machten den Kurort in ihren Werken berühmt. Hier seien nur einige erwähnt wie die Maler Ernst-Ludwig Kirchner und Philipp Bauknecht, die Schriftsteller Alfred Henschke alias Klabund, Jakob Bosshart oder Hermann Hesse und die Komponisten Willy Burkhard, Peter Iljitsch Tschaikowsky und Bela Bartok, der 1927 seine an Augentuberkulose erkrankte Frau besuchte.

Die vielen (Lungen-)Kranken suchten nach Abwechslung, nach Zerstreuung von ihren Leiden während ihres oft mehrmonatigen, teilweise sogar Jahre andauernden Aufenthalts in Davos. So organisierte man Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Theater und sogar Hochschulkurse, an denen z.B. auch Albert Einstein musizierte und dozierte – natürlich über die Grundbegriffe der Physik.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Über ein Jahrhundert förderte, bereicherte und prägte die Kunstgesellschaft das geistige Leben in Davos und tut das bis heute. Dabei kämpfte die Gesellschaft zuweilen nicht nur mit Finanzen

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